Outdoor kochen - Wissenwertes für draußen


Warum es so viel anders ist, als in der heimischen Küche

Constantin beim trinken und sitzen vor dem Trangia und dem Kochequip im Wald bei München

Platz

Es ist nicht immer einfach Lebensmittel dabei zu haben, die sich gut verstauen lassen, nahrhaft sind und gleichzeitig nicht so sehr ins Gewicht fallen. 

 

Tim auf der Bank bei der Isar Radweg Tour mit Fahrrad und Anhänger beim Brotzeit machen und draußen essen

Zeit

Draußen zu kochen nimmt wesentlich mehr Zeit in Anspruch als auf dem Herd zuhause. Es fängt schon beim Wasser für den Kaffe an - das braucht alles seine Zeit.

 

Trangia kochen in der Nacht mit Stirnlampe - Curry mit Zucchini und Champignons bei der Soinsee - Spitzingsee Tour

Chaos

Egal wie man sich organisiert - ob mit Täschchen, Dosen oder sonstiges - es wird immer ein kleines Chaos am Kochbereich geben. 

 

 

Mittagspause neben der Straße mit Constantin und Mimmo, Fahrrad und Anhänger auf der Picknickdecke und kaltem Essen


Was es zu beachten gibt - unsere Erfahrungen


Schwerpunkte setzen

Es haben sich im Laufe der Jahre, die wir nun schon gemeinsam unterwegs sind, einige Schwerpunkte aufgetan, die das Thema rund um die Outdoor - Versorgung anschneiden. 

 

Man kann nicht alles perfekt machen, es geht natürlich immer wieder etwas schief bzw. ist nicht so, wie man es geplant hat. Aber es ist interessant, wieviel Struktur man sich aneignen kann und wie  spannend man sich versorgen kann. 


Unsere Schwerpunkte

  • Gewicht
  • Packmaß
  • Lagerung
  • Verarbeitung
  • Umwelt

Prioritäten festlegen

Jeder hat seine eigenen ganz persönlichen Prioritäten. Man kann es auch Vorlieben nennen.

 

Die Einen lieben herzhaft würziges Essen, andere schauen penibel drauf, dass ja genug Kohlenhydrate dabei sind und wiederum andere achten besonders darauf, dass das Essen gesund und vielseitig ist. 


Unsere Prioritäten

  • Vielseitigkeit
  • Frische Küche
  • Saisonal | Regional
  • Kombinierbar mit dem Futter der Hunde

 



Schwerpunkte im Detail


Gewicht

  • Nicht zu viel - spätestens beim ersten Anstieg bereut man das zusätzliche Gewicht

 

Erwachen bei der ersten größeren Tour

Man glaubt garnicht, wie schwer so einige Sachen sein können, wenn sie beim Fahrrad oder beim Anhänger zusätzlich zugeladen sind. Bei unserer ersten größeren Tour, dem Bodensee - Königssee Radweg, hat sich Constantin gewaltig verschätzt. Wir hatten noch einiges an Reis / Linsen / Nudeln zuhause und der Gedanke, dass man ja dann nichts zusätzlich kaufen braucht, war richtig gut! Eigentlich. Es hat sich dann aber rausgestellt, dass alles zusammen einfach zu schwer war. 

 

Aber was ist das ideale Gewicht?

Das muss jeder für sich selbst rausfinden. Constantin wusste nach den ersten Hügeln zum Beispiel, dass er das nächste mal keine 14 Tagesrationen mehr im Anhänger mitschleppt. Das nächste mal reichen 3 Tage, oder gar 2 Tage vollrationiert + den Grundsachen, die man dabei hat vollkommen aus.


Packmaß

 

1 kg frische Pilze, oder doch getrockente?

Es steht fest, dass frische Lebensmittel wesentlich mehr Platz einnehmen als getrocknete. Viele Produkte kann man sich auch super in getrockneter oder gefriergetrockneter Form kaufen oder selber machen.

 

Nehmen wir das Beispiel Pilze - 1kg Pilze verbraucht unglaublich viel Platz. Da wir richtige Pilzliebhaber sind, gehören vorallem Champignons auf unseren Speiseplan. In getrockneter Form entsprechen 1kg frische Champignons etwa 100g getrockneten Champignons. Man kann sie wunderbar in Zipbeuteln (praktisch überall erhältlich) lagern - sie nehmen so verhältnismäßig einen viel geringeren Platz ein. 

 

Gleiches verhält sich mit Früchten. Bei uns gibt es allerlei verschiedene getrocknete Früchte - Annanas, Mango, Cranberrys, Aroniabeeren, Maulbeeren, Bananenchips, Apfelchips, Datteln, Feigen, Aprikosen, Pflaumen, Berberizen etc... wichtig hier ist vorallem - ungezuckertes Obst! 

 

Was sind noch Platzfresser?

Wir verwenden diese Zipbeutel für fast alle Lebensmittel wahnsinnig gerne und füllen gekaufte Lebensmittel auch mal direkt um, da die Luft in den Verpackungen oder die Verpackungen selber einfach zuviel Raum einnehmen. Hier sind ein paar typische Platzfresser:

  • Chipstüten (halb mit Luft gefüllt)
  • Kartoffelpüreepulver (unnötiger Karton)
  • Nudeln (meist auch im Karton - wir nehmen viel von Barilla)
  • Apfelchips (Luftgepumpte Packungen)
  • Stärke (Kartonlagerung)
  • Kakao (Kartonhaltung)
  • Salz (Kartonaufbewarung)
  • uvm..

Wie ihr erkennen könnt - das Meiste ist entweder im unhandlichem Karton oder mit zuviel Luft aufgepumpt.


Lagerung

  • Eine richtige Lagerung garantiert lange Haltbarkeit und anhaltende Qualität

 

Logistikexperte oder doch nicht?

Es ist garnicht so leicht, wie es auf den ersten Blick scheint, aber ein Experte muss man natürlich auch nicht sein. Es ist im Prinzip wie Tetris spielen - man braucht die richtigen Steinchen für den richtigen Platz. Nur kommt noch hinzu, dass die Lebensmittel "artgerecht" untergebracht sind. Zum einpacken verwenden wir folgende Sachen:

  • Zipbeutel (gibts in fast jedem Laden)
    • Reis, Couscous, Hirse, Getreideflocken, Nudeln, Hefeflocken etc.
  • Dry Bags (gibt es hier)
    • zum Lagern der Zipbeutel
  • Stoffbeutel (Da haben wir die Veggiebag´s vom Denns)
    • für das frische Obst und Gemüse (hatten die Anfangs im Drybag, aber das war die reinste Katastrophe, als es etwas wärmer wurde...)
  • Wasserdicht verschließbare Boxen (wir haben diese hier)
    • Senf, Tomatenmark, Öl, Currywürfeln, Gewürze, Trockenfrüchte & Trockengemüse, etc.
  • Weithalsflaschen in Quaderform (diese hier benutzen wir)
    • Öl, Sojasauce...

Verarbeitung

  • So wenig behandelte bzw. verarbeitete Lebensmittel wie möglich

 

Natürliche Kost

Fertigbackmischungen - Tassensuppen - Maggi Fix Zeug - Solche Produkte versuchen wir so gut wie möglich zu vermeiden, denn sie sind von dem ursprünglichen Produkt sehr weit entfernt. Bei manchen Zutatenlisten stellen sich bei mir auch die Zehennägel auf und ich frage mich, wer soetwas denn überhaupt noch isst! 

 

Bewusstes Essen

Zum Frühstück darf es auch gerne Vollkorn - Haferflocken mit rohem Kakaopulver sein, mit frischen Beeren und saftigen Datteln, sowie anderen süßen Trockenfrüchten. Wenn man hier dann ein fertiges Müsli betrachtet, welches an erster oder zweiter Stelle in der Zutatenliste schon Zucker oder Glukosesiup stehen hat.... 


Umwelt

  • Der kleinste mögliche Fußabdruck

 

Kurze Transportwege

Es ist besser, wenn man sich das Obst und Gemüse vom Wochenmarkt, oder vom Hofladen besorgt, als bei Aldi / Liedl & co. die ihre Wahre erst tausende Kilometer weit transportieren müssen, um sie hier zu verkaufen.

 

Biologischer Anbau

Pestizide, Fungizide und Dünger sind weder für den Boden, noch für das Grundwasser gut. Daher versuchen wir, soweit es möglich ist, auf biologisch angebaute Produkte zurück zu greifen.

 

Zu dem Thema "Auswirkungen der intensivwirtschaft auf das Grundwasser in Bayern" hat Constantin mal eine kurze Seminararbeit geschrieben. Wer Interesse daran hat - einfach Anschreiben ;)


Prioritäten im Detail


Vielseitigkeit

  • Wer viel unterwegs ist, muss sich dementsprechend vielseitig und ausgewogen ernähren

 

3 Wochen lang Bär...

..war früher mal. Würde man meinen. In vielen Regionen ist es heute noch normal, dass die Vielfalt an Lebensmitteln begrenzt ist. Hier ist dann vorallem auf Ausgewogenheit zu achten - sofern es geht! Eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen ist sehr wichtig - und der Gesamtumsatz an Kalorien sollte nicht längere Zeit stark unterschritten werden. 

 

Der Griff ins Beet

Wir sind vor allem in Mittel - West - und Nordeuropa unterwegs. In diesen Regionen ist es schier unmöglich, sich nicht vielseitig zu ernähren. Man kann sich praktisch das ganze Jahr über alles Mögliche frisch besorgen. Es gibt viele verschiedene Getreidesorten und Hüsenfrüche, zwischen denen man wechseln kann. Wenn man sich Saisonal ernährt, dann gibt es trotzdem das ganze Jahr über schönes frisches Gemüse und Obst. Mit unterschiedlichen Gewürzen und Aromaten, sowie Kräutern lassen sich die einfachsten Zutaten in vielen verschiedenen wunderbaren Varianten verzaubern. Mit einem Griff in das Brennesselbeet nebenan ist jeder Eintopf nocheinmal herrlich aufgewertet.


Frische Küche

  • Weg von Fertigsuppen - hin zu selber aufgesetzen und schmackhaften Suden

 

Einfach ist zugleich auch geil

Es müssen keine 15 verschiedenen Gemüsesorten mit 18 Gewürzen in 5 separaten Töpfen sein. Wir haben zwar 3 Töpfe und 2 Pfannen, aber nur einen Trangia. Der One - Pot - Trent ist ideal für alle, die draußen unterwegs sind und sich draußen versorgen.

 

Zum Beispiel - Man nehme einen Topf:

  • Paprika + Zwiebel + Knoblauch in Öl anbraten
  • Loorbeerblatt + Wacholderbeeren mitbraten
  • Mit Wasser auflöschen
  • Reis oder Linsen mit rein ( ~ je 2 Hand pro Person)
  • Tomatenmark + Salz + Pfeffer mit rein
  • Köcheln lassen & mit Sojasauce abschmecken - fertig ist der Topf!

Oder der nächste Topf:

  • Zwiebel + Knoblauch anschwitzen
  • Risottoreis rein (Rundkorn) und kurz mitrösten - keine Farbe!
  • Mit Wasser nach und nach aufgießen
  • Getrocknete Pilze jetzt mit rein (Vorher ein paar Minuten eingeweicht, dann abgewaschen)
  • Köcheln lassen, bis der Reis al dente ist
  • Zitrone reinpressen
  • Salz + Pfeffer + Hefeflocken mit rein - Fertig!

Saisonal | Regional

  • Saisonale + Regionale Produkte freut nicht nur die Landwirte, sondern auch die Umwelt

 

Feldsalat im Winter + Spargel im Frühling

Es ist heutzutage relativ einfach rauszufinden, wann was genau wo saison hat. 

  • Frühling - Birke, Spargel, Erdbeeren, Bärlauch, Löwenzahn....
  • Sommer - Gurken, Zucchinis, Bohnen, Auberginen, Mangold....
  • Herbst - Kürbis, Mais, Pastinaken, Spinat, Staudensellerie....
  • Winter - Steckrüben, Feldsalat, Grünkohl, Wirsing, Topinampur....

und vieles mehr in den einzelnen Rubriken. Soviel zum Saisonalen - Regionale unterschiede gibt es natürlich auch! Wenn man in und um München unterwegs ist zur Spargelsaison, dann greift man auf den Schrobenhausener Spargel zurück. Ist man hingegen in der Wiener Gegend zur gleichen Zeit unterwegs, dann wird man wohl auf den Spargel vom Marchfeld zurückgreifen. Und so versuchen wir auch soweit es geht zu verfahren. 


Kombinierbar mit dem Futter der Hunde

  • Je mehr Essen wir gemeinsam futtern können, desto weniger müssen wir mitschleppen

 

Reis + Hülsenfrüchte + Gemüse

Hunde können sich vielseitig ernähren und unsere verschmähen den Apfel oder die Karotte zwischendurch nicht. Beliebt sind vorallem Reis, Hülsenfrüchte und Gemüse und das kann man wunderbar im eigenem Speiseplan mit integrieren. Linsen einfach extra kochen und etwas auf die Seite legen - die eigenen Portionen so herrichten, wie man es will und die Wauzis schlemmen l 

Frühstückideen


1. Variante

  • Haferflocken
  • Roher Kakao
  • Trockenfrüchte
  • Leinsamen
  • Wasser / Pflanzendrink

2. Variante

  • Dinkelflocken
  • Kokosflocken
  • Getr. Mango
  • Getr. Papaya
  • Kokosdrink

3. Variante

  • 3erlei Flocken
  • Leinsamen
  • Gepuffter Amarant
  • Gepuffter Quinoa
  • Trockenfrüchte
  • Wasser/ Pflanzendrink

4. Variante

  • Haferflocken
  • Chiasamen
  • Versch. Nüsse
  • Trockenfrüchte
  • Wasser / Pflanzendrink

5. Variante

  • Dinkelflocken
  • Leinsamen
  • Getr. Maulbeeren
  • Getr. Cranberrys
  • Kürbiskerne
  • Wahlnüsse
  • Wasser / Pflanzendrink

uvm..


Mittags easy

1. Variante

  • Baguette
  • Hummus
  • Kirschtomaten
  • Büschl Kräuter

2. Variante

  • Mehrkornsemmeln
  • Linsenaufstrich
  • Frische Paprika
  • Ruccola
  • Wahlnüsse

3. Variante

  • Cashewkerne
  • Datteln
  • Zitrusfrüchte

4. Variante

  • Vollkornbrot
  • Nussmouse
  • Versch. Sprossen
  • Meersalz / Pfeffer

5. Variante

  • Couscous
  • Trockenfrüchte
  • Currypulver
  • Orangensaft

6. Variante

  • Couscous
  • Tomaten & Gurken
  • Petersilie & Minze
  • Zitrusfrüchte
  • Geschr. Hanfsamen

uvm..


Zwischendurch

  • Müsliriegel
  • Trockenfrüchte
  • Frisches Obst
  • Nüsse
  • Samen
  • Beeren
  • Brezn / Gebäck
  • Kokosstücke
  • Vollkornkekse
  • Fruchtschnitten
  • Reiskräcker
  • Trockener Kuchen

Abends easy

1. Variante

  • Pasta
  • Curry
  • Kokosmilch
  • Zucchini
  • Paprika
  • Zwiebeln

2. Variante

  • Reis
  • Kräuter
  • Avocado
  • Meersalz
  • Olivenöl

3. Variante

  • Kartoffelpüree
  • Sauerkraut
  • Spinat
  • Zwiebeln
  • Senf & Kren

4. Variante

  • Polenta
  • Getr. Gemüse
  • Brühwürfel
  • Brennesselsamen
  • Olivenöl

5. Variante

  • Linsen
  • Tomatenmark
  • Wasser
  • Frische Tomaten
  • Paprika
  • Zucchini

6. Variante

  • Hirse
  • Gerieb. Karotten
  • Nori Blätter
  • Knoblauch
  • Kapern
  • Zitronensaft
  • Olivenöl
  • Rauchsalz

uvm..



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